Organisation des Unterrichtes

Das Lernen an unserer Schule

Lernen geschieht individuell durch selbstständiges Handeln in einer angenehmen Atmosphäre. Es erfordert vor allem ein Klima, in dem nicht die Defizite in den Vordergrund gestellt werden, sondern in dem Irrtümer als Lernchance begriffen werden.

Entscheidend für die Lernbereitschaft des Schülers ist die Motivation. Die Lehrer/innen vermitteln Wissen und befähigen die Schüler selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Unser Ziel ist es, jedem Schüler seine Chance auf eine individuelle Entwicklung zu ermöglichen.

Die Schüler lernen Fakten und Wissen in Zusammenhängen. Umfangreiche Montessori Materialen werden zur Anschaulichkeit genutzt.

An unserer Schule unterrichten wir mit vielfältigen Methoden, um jedem Kind auf seine Weise den Zugang zum Unterrichtsstoff zu ermöglichen.

 

Organisationsformen des Unterrichtes

Diesen fächerübergreifenden und vernetzen Unterricht organisieren wir als:

  • geführten Unterricht und
  • geöffneten Unterricht

Geführte Unterrichtsformen schaffen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit in geöffneten Unterrichtsphasen und sichern durch verschiedene Formen der Auswertung die Qualität des Lernprozesses.

Dazu gehören:

  • Kreisgespräch
  • Frontalunterricht
  • Präsentationen
  • Unterrichtsgänge

Der Lernprozess wird durch geöffnete Unterrichtsformen individualisiert.

Dazu gehören:

  • Wochenplanarbeit
  • Selbstständige Lernphase
  • Lernen durch Lehren
  • Lernbüro
  • Lernwerkstatt
  • Projekttage
  • Spiel
  • Vernetzter Unterricht

 

Das jahrgangsübergreifende Lernen

An der Evangelischen Schule Robert Lansemann gibt es in einigen Fächern jahr­gangsübergreifenden Unterricht.

Die Forderungen der Richtlinien und Lehrpläne nach einem selbstgesteuerten und eigenverantwortlichen Lernen werden durch die Altersmischung gefördert.

Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Wissensniveaus und unterschiedlichen Alters können sich austauschen, bereits erworbenes Wissen weitergeben, behilflich sein und Hilfe annehmen.

Durch die Methoden des „Miteinander-Lernens“ (Partnerarbeit, Grup­penarbeit usw.) wird das individuelle mit dem gesellschaftlichen Lernen verknüpft und somit Teamfähigkeit, Flexibilität, soziale Kompetenz und Kreativität, die später in der Arbeitswelt erforderlich sind, geschult.

 

Die Wochenplanarbeit

Eine Methode ist die Wochenplanarbeit, bei der die Kinder einen von der Lehrkraft erstellten Plan erhalten.

Diese enthalten sowohl Pflichtaufgaben als auch Alternativ- und Zusatzaufgaben. In der Grundschule wird der Wochenplan für die Fächer Mathematik und Deutsch für eine Woche konzipiert.

Die Orientierungsstufe arbeitet phasenweise und  themenbezogen mit  Wochenplänen, deren Umfang bei Bedarf auch den Zeitraum von einer Woche überschreitet. Die Kinder bearbeiten ihn im Laufe des angegebenen Zeitraumes in freier Zeiteinteilung und Reihenfolge der Aufgaben. Die Auswertung des Wochenplans erfolgt individuell.

Aus pädagogischen Gründen werden für Kinder nach Bedarf Tagespläne erstellt. Die Bearbeitung der Aufgaben erfolgt ausschließlich in der Schule. Die im Wochenplan enthaltenen Hausaufgaben werden explizit als solche ausgewiesen. Der Fachlehrer leitet diesen Prozess und wird in der Grundschule von der  Unterrichtsbegleitung unterstützt. In jeder Klasse wird gezielt binnendifferenziert gearbeitet. Dazu ist es notwendig, dass ein Teil der Gruppe in kleineren Differenzierungsräumen gefördert wird.

Für die Evangelische Schule Robert Lansemann gibt es deshalb Räume, die konzentriertes Lernen erlauben, Platz für selbstständiges Entdecken und das Lernspiel bieten und die Recherche mittels einer Klassenbibliothek/Mediathek  gewährleisten. Die Förderung von Stärken und die Arbeit an den Schwächen hat Priorität.

 

Lernwerkstatt

In der Lernwerkstatt werden themenbezogene Inhalte aus verschiedenen Unterrichtsfächern sinnvoll zusammengefasst. Sie kann mehrere Tage dauern und endet meist mit einer Präsentation. Die Zusammenarbeit verschiedener Fachlehrer ist dabei unablässig.

Die Kinder erleben in einer Werkstatt ein Thema im direkten Bezug zur Lernumwelt. Aus einer Vielzahl von Materialien und Lernanlässen wählen sie in freier Abfolge ihre Aufgaben und bearbeiten diese in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit. Die Lernangebote können von den Schülern in der Regel ohne direkte Hilfe der Lehrkraft bearbeitet werden. Die Schüler werden befähigt, ihre Aufgaben im Lernprozess selbst oder gegenseitig zu kontrollieren.

 

Lernbüro

Im Lernbüro arbeiten die Schüler/innen selbstständig an Aufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik, Evangelische Religion, Sachkunde, Gesellschafts- und Natur-wissenschaften und Englisch auf ihrer jeweiligen Niveaustufe.

 

Projekte

Ein Projekt ist Unterrichtszeit, in der fachwissenschaftliche Themen bearbeitet werden. Außerschulische Lernorte werden zur Bereicherung herangezogen. Projekte können in der Klasse, in einem Klassenjahrgang oder der gesamten Schule durchgeführt werden.

Projektunterricht überschreitet Fächergrenzen, indem die Aufgabe in ihrem „komplexen Lebenszusammenhang“ begriffen wird und sich im „Schnittpunkt verschiedener Fach­disziplinen“ vorzustellen ist. (Gudjons, 1992, S. 68-77)

Vor allem im Sinne des ganzheitlichen Erziehungskonzeptes erhält der Projektunterricht in der Evangelischen Schule Robert Lansemann insofern einen besonderen Stellenwert. Die Kinder erschließen sich durch unmittelbares Erfahrungs- und Erlebnislernen ihre eigenen Lebensräume . Mit dem Erkunden außerschulischer Lernorte steht in diesem Zusammenhang die Öffnung der Schule gegenüber dem gesellschaftlichen Umfeld im Vordergrund.

In der Schule werden Projekte so oft wie möglich durchgeführt, mindestens jedoch einmal pro Schulhalbjahr. Einmal im Jahr findet ein umfassendes Schulprojekt statt, das mindestens eine ganze Schulwoche umfasst und mit einem Fest für die ganze Schulgemeinschaft endet. Die Ergebnisse der Projektwoche werden ausgewertet und vorgestellt und auch in das weitere Schulleben einbezogen.

Die Erzieher begleiten die Projektarbeit am Vormittag während der Wochenplanarbeit.

Folgende Merkmale sind für die Lernform des Projektes wesentlich:

  • Situationsbezug
    Die Fragestellung des Projektes hat mit der Lebenswirklichkeit der Schüler/innen zu tun.
  • Interessenorientierung
    Während des Projektes haben Schüler die Chance, in einem langfristigen Prozess Interessen neu zu entwickeln, einzubringen und zu modifizieren.
  • Gesellschaftliche Praxisrelevanz  (aktuelle politische Anlässe wie Demokratie, Flucht, Reformation…)

Das Projekt sollte zur Weiterentwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft beitra­gen. Dabei können Projekte direkt in lokale Entwicklungen eingreifen und praktisch etwas verändern (beispielsweise gemeinsame Projekte mit der örtlichen Kirchenge­meinde, Bau eines Spielplatzes usw.)

  • Selbstorganisation und Selbstverantwortung

Der Lehrer ermutigt die Kinder zur Selbstorganisation und Selbstverantwortung bei der Zielsetzung, Durchführung und Auswertung.

  • Einbeziehung vieler Sinne

„Die Wirklichkeit wird nicht nur beredet, (...) sondern handelnd unter Einbe-ziehung möglichst vieler Sinne erfahren und gestaltet.“ (Gudjons, 1992, S. 74)

  • Soziales Lernen

Soziale Lernprozesse, wie z. B. gegenseitige Rücksichtnahme, Kommunika-tionsfä­higkeit, Umsetzung demokratischer Verhaltensformen, Zusammenarbeit in der Gruppe und im Team werden geschult.

  • Produktorientierung
    Am Ende eines Projektes stehen Ergebnisse mit Gebrauchs- und Mitteilungswert, die sowohl für den Einzelnen wie für die Klasse wertvoll und nützlich sind.

 

Spiel

In der Evangelischen Schule Robert Lansemann wird der Zusammenhang zwischen 'Lernen und Spielen' betont.

Im Lernspiel werden Begriffe mit Bewegungen verbunden, d. h. Lerninhalte können efektiver und lebendiger gemacht werden. (Beispiel: Lotto-, Würfel-, Karten- und Puzzle-spiele).

Das Rollenspiel lässt ein fiktives und probeweises Handeln mit Ausschnitten aus der Realität zu. Es ermöglicht, Ursachen, Strukturen und Folgen von Konflikten bzw. Problemen zu erkennen, wobei Handlung und Reflektion gleichzeitig stattfinden.

Durch das Darstellende Spiel werden das Selbstbewusstsein, der Gemeinschaftssinn und das sprachliche Ausdrucksvermögen sowie schauspielerisches Talent gefördert.

Im Planspiel (Wirtschaft, Politik, Umwelt) werden reale Prozesse simuliert, so dass strategische, soziale und techni­sche Handlungskompetenz erworben werden kann.

 

Lernsituation, Arbeitsatmosphäre, Arbeitsorte

Die Schüler/innen und Pädagogen/innen sorgen dafür, dass ein erfolgreiches Erreichen der Lernziele möglich wird. Eigenverantwortlich nutzen die Schüler/innen verschiedene Formen des Lernens. Unterschiedliche Lernsituationen erfordern ein hohes Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme und ein strukturiert vorbereitetes Lernumfeld.

 

Formen des Lernens

An unserer Schule finden wir folgende Formen des Lernens:

  • Einzelarbeit
  • Partnerarbeit
  • Gruppenarbeit
  • Präsentationen, Vorträge, Auswertungsrunden, Gesprächskreise
  • Stationsarbeit

 

Arbeitsorte

Unsere Schüler lernen in der Regel dort, wo der bestmögliche Arbeitsplatz für die aktuelle Lernsituation und den Lerninhalt ist. Im Schulgebäude gibt es Fachräume, Differen-zierungsräume und Klassenzimmer, die situationsgerecht genutzt werden.

Für Projekte, Materialsammlungen, Informationssuche, Andachten und naturwissenschaftliche Aufgaben werden natürlich auch Lernorte außerhalb der Schule genutzt. Wandertage gehören zum Schuljahresplan. Unterrichtsgänge, Exkursionen finden regelmäßig statt.

Welche Lernorte aufgesucht werden, entscheidet der Klassenlehrer entsprechend Alter und Erfahrung seiner Schüler. Eltern unterstützen diesen Prozess und ermöglichen vielfältige Angebote durch unterschiedliche Berufswelten.

In der Grundschule werden zwei Klassenfahrten durchgeführt. In Klasse sechs findet eine Abschlussfahrt statt.

 

Beachtung und Förderung von Individualität

Jede Schülerin/jeder Schüler hat das Recht auf individuelles Lernen. Die Schule hat sich zur Aufgabe gemacht, alle Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fördern. Das schließt die Förderung von Begabungen und Neigungen sowie die Unterstützung bei besonderem Bedarf ein.

 

Inklusion und Förderunterricht                         

Die inklusive Beschulung ist möglich, wenn die sächlichen, organisatorischen  und personellen Voraussetzungen gegeben sind.

Wird bei einem Kind ein besonderer Förderbedarf festgestellt, besprechen Fachlehrer/in und Sonderpädagoge/in die Situation des Kindes und die weitere Vorgehensweise. Der/Die Klassenlehrer/in informiert und berät die Erziehungsberechtigten. Bei Bedarf erfolgt die Antragstellung beim Diagnostischen Dienst, und es wird ein individueller Förderplan in Zusammenarbeit mit dem Sonderpädagogen erstellt.  

Neben dem gemeinsamen Unterricht wird Förderunterricht angeboten, der sowohl für Kinder mit einer speziellen Diagnose, als auch für Kinder mit Unterstützungsbedarf angeboten wird. Im Rahmen der Wochenplanarbeit wird auf besondere Weise auf diese Kinder eingegangen. Jedes Kind profitiert vom Miteinander. Das gemeinsame Lernen und Leben in allen Räumen wird ausnahmslos gefördert.

Förderung von Begabung

Begabungen sehen wir als ein Geschenk Gottes an. Schüler/innen, die im Unterricht eine besondere Fähigkeiten zeigen, werden im binnendifferenzierten Unterricht gefördert. Dieses spiegelt sich beispielsweise in der Arbeit mit dem Wochenplan oder in den Aufgabenstellungen im Lernbüro wieder.

Einen besonderen Wert legen wir auch auf die Förderung der sozialen Kompetenz.

Unsere Schüler/innen nehmen an Wettbewerben und Vergleichsarbeiten auf Schul-, Kreis- und Landesebene teil.

In der Orientierungsstufe haben die Schüler/innen außerdem auf unterschiedliche Art und Weise die Möglichkeit, ihre Talente und Begabungen zu entfalten oder zu entwickeln.

Das Ganztagsprogramm geht auf besondere Neigungen der Kinder ein.

 

 

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